Songtext zu Tabu


In einem fernen Inselland,
da herrschte das Tabu,
wer Häuptlings Pfeil nahm in die Hand,
dem stieß ein Unheil zu.

Der Pfeil war voller Zauberkraft,
vom Häuptling selbst erweckt,
Berührung wurde streng bestraft,
man war dann "angesteckt".

Denn andere empfanden Neid,
sie hatten selbst auch Lust,
als Schutz vor solch Begehrlichkeit

der Frevler büßen musst'.

Oft tat man ihm dasselbe an,
wie das, was er getan,
nur nannte man es "Strafe" dann
und später "Zahn um Zahn".

Doch hat der Häuptling selbst berührt,
dann heilend war die Kraft,
Verehrung wurde so geschürt,
wenn auch nicht dauerhaft.

So war das ferne Inselland
von Zwang und Angst geplagt,
als trotzdem es im Meer verschwand,
hat man den Chef verjagt.

Nur das Tabu entkam versteckt,
getarnt als Religion,
doch Kult und Ritus, neu entdeckt,

war alt in der Funktion.

Es herrschte voller Grausamkeit,
gab auch ein wenig Halt,
doch half auch hier nicht gegen Leid,
so stürzte man es bald.

Der Mensch schien frei vom Würgeseil,
doch wenn der Tod uns droht,
dann folgen wir aus Angst dem Pfeil,
nur diesmal ist er – rot!

Und jeder, der hier aufbegehrt,
der ist fortan "tabu",
dem wird Gemeinschaft strikt verwehrt,
ist "ansteckend" dazu…

Vera Jahnke - Tabu Songtext

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Tabu Songtext von Vera Jahnke


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